Frauen Union besichtigt Baden-Badener Rathaus

Veröffentlicht am 07.06.2019

Ein besonders informativer und interessanter Programmpunkt der Frauen Union Baden-Baden stand den Anwesenden bevor, nämlich eine Besichtigung des Baden-Badener Rathauses mit Führung des Pressesprechers der Stadt, Roland Seiter. Vor einem der beiden Bürgerbüros, erste Anlaufstelle für Bürger und Neuankömmlinge, traf man sich hier mitten in der Stadt.

Gleich zu Beginn erfuhren die FUlerinnen, dass das heutige Rathaus aus drei miteinander verbundenen Teilen besteht: dem historischen Gebäudekomplex des Jesuitenordens, sowie dem ehem. Hotel „Darmstädter Hof“, hinzu kommt das Gebäude, in dem der Ratssaal ist (früher Jesuitenschule mit Aula). Die langen, verschlungenen Gänge vermitteln noch das Gefühl eines historischen Gebäudes. An ein großes internationales Ereignis erinnert im Innenhof  die Gedenktafel des NATO-Gipfels von 2009 mit den Unterschriften von Angela Merkel und Barack Obama. Unter die Erde führte Roland Seiter die FU-Mitglieder zu dem 1891 beim Bau des „Darmstädter Hof“ wieder entdeckten ehemaligen Steinbruchs zur Gewinnung von Mühlensteinen, zum sog. „Rathaus-See“. Der See besteht aus zwei wassergefüllten Becken mit einer Tiefe von bis zu 3 Metern. Das Wasser hat Trinkwasserqualität und eine konstante Temperatur von 18°. Anschaulich erklärte der Pressesprecher Wissenswertes über Historie und Architektur des Rathauses. Die Führung ging  noch in den Alten Ratssaal mit seinen Jugendstil-Lampen und den Neuen Ratssaal. Hier erläuterte Roland Seiter die Sitzverteilung des Gemeinderats und interpretierte an einem Beispiel die Frage, wie so ein Gemeinderat funktioniert.

Der 1. Bürgermeister Alexander Uhlig ließ es sich nicht nehmen, die Gruppe der Frauen Union zu begrüßen und ebenfalls von seiner Arbeit im Rathaus zu berichten. Das Rathaus sei ein sehr lebendiger Ort, so Uhlig, wenn man bedenkt, daß die „Öffentliche Verwaltung“ ca. 500 verschiedene Aufgabenschwerpunkte zu betreuen hat. Er selbst sei zuständig für den gesamten Baubereich, hinzu kommen die sog. „grünen Einrichtungen“ und vieles mehr.

Mit einem wunderschönen Blick über die historischen Dächer der Altstadt aus dem neunten Stock des Rathauses endete die hochinteressante Führung. Im benachbarten Lokal M10 ließ man den Nachmittag bei Kaffee und Kuchen ausklingen.