CDU besucht die Mittelbadische Energiegenossenschaft

Veröffentlicht am 09.11.2011

Manuel Gernsbeck (rechts) erklärt die Anlage.

Die CDU setzte ihre Kampagne „Baden-Badener Energiewochen“ mit einem Besuch des Blockheizkraftwerks an der Dr. Dengler Klinik fort. Auf Einladung der Frauen Union, der Jungen Union und der Senioren Union öffnete die Mittelbadische Energiegenossenschaft (MEG) ihre Tore.

Manuel Gernsbeck, Vorsitzender der MEG, zeigte das neueste Projekt an der Dr. Dengler Klinik. Die Anlage wird mit Erdgas betrieben und gewinnt durch die Verbrennung zum einen Strom und nutzt ebenfalls die Wärme. „Die Anlage erreicht einen Wirkungsgrad von ca. 90%, also wandelt fast die komplette Energie des Gases in nutzbare Energie um“, erklärte Gernsbeck. Die Anlage verfügt über 50 Kilowatt elektrischer Leistung und 80 Kilowatt thermischer Leistung. Zusammen mit einer zweiten Anlage können damit dann mehr als 120% des Energiebedarfs der Klinik gedeckt werden.

Ein Blick in das Innenleben einer laufenden Blockheizkraftwerksanlage.

MEG-Vorstand Jörg Zwosta freute sich über den politischen Besuch der CDU-Vereinigungen. „Unser Ziel als MEG ist es, Energie lokal zu produzieren. Durch die Beteiligung der Bürger können wir die Wertschöpfung vor Ort erhalten und ausbauen“, referierte Zwosta. Er rechnete vor, dass Deutschland für ca. 100 Mrd. EUR fossile Energieträger importiert. Würde man davon nur 10% durch erneuerbare Energien einsparen und den Anteil für Baden-Baden ausrechnen, könnten sechs bis sieben Millionen Euro in der Region eingespart werden. Zwosta: „Das stärkt die Kaufkraft, denn die Leute können das Geld anderweitig ausgeben.“

Beate Wirth (FU) und Adrian Sonder (JU) bedanken sich bei Jörg Zwosta und Manuel Gernsbeck (v.l.n.r.)

Zwosta appellierte an die politisch Verantwortlichen, sich auch lokal der Energiewende zu stellen. Dabei dürfe es keine Tabus geben. Über Windkraftanalgen auf dem Fremersberg müsse engagiert mit der Bevölkerung diskutiert werden. Die Vorsitzenden der FU, JU und SU, Beate Wirth, Adrian Sonder und Ulf Siegle lobten das Engagement der MEG. „Es brauche die lokalen Einheiten, um die Energiewende schnell und flexibel zu gestalten“, so der Tenor der Vorsitzenden. Auch das Thema Windkraft spiele sicherlich dabei eine wichtige Rolle. Dennoch dürfe man nicht überstürzt handeln, sondern es brauche eine sorgfältige und sensible Prüfung, um einen möglichst breiten Konsens mit der Bevölkerung und der Nachbarkommunen zu erzielen. „Nur dann kann die Windenergie auf Akzeptanz stoßen“, so die Vorsitzenden weiter.