CDU beschäftigt sich mit Wasserkraft

Veröffentlicht am 04.11.2011

Die CDU zu Gast bei der EnBW an der Staustufe Iffezheim.

Die CDU Baden-Baden hat ihre Besuchsreihe im Rahmen ihre Kampagne „Baden-Badener Energiewochen“ am Rheinwasserkraftwerk Iffezheim und am Pumpspeicherkraftwerk Forbach fortgeführt.

Iffezheim gehört dabei zu den größten Flusskraftwerken in ganz Europa mit einer Leistung von derzeit 108MW. „Mit der fünften Turbine, die gerade eingebaut wird, schaffen wir es dann auf fast 150MW. Damit können dann über 500.000 Bewohner mit Strom versorgt werden“, erklärte Markus Wunsch, Besucherreferent der EnBW, die das Kraftwerk betreibt. Bis zu 1.100m3 Wasser pro Sekunde strömten durch die Turbinen. Dies entspricht ungefähr dem Gewicht von 1000 VW-Golfs.

Das Turbinenhaus in Forbach.

Iffezheim sei ein wichtiges Standbein für die Neuausrichtung der EnBW. Durch die Liberalisierung des Strommarktes könne die EnBW nun auch in der Nord- und Ostsee große Windparks wie Balitc 1 errichten. Der Konzern plane, Windparks mit bis zu 400MW Leistung zu bauen.

Dabei sei die Energiegewinnung am Rhein quasi ein Nebenprodukt der Rheinbegradigung. Durch die Baumaßnahme von Johann Tulla hat sich die Fließgeschwindigkeit enorm erhöht. Um dem entgegenzuwirken, hat man zehn Staustufen zwischen Basel und Karlsruhe gebaut. Diese hat man gleichzeitig zur Stromgewinnung genutzt. Ein elftes Kraftwerk mit einer ähnlichen Leistung war vor Jahrzehnten in Neuburg am Rhein bei Karlsruhe geplant, was aber am Protest der Bevölkerung gescheitert ist.

Gleichzeitig besuchte die CDU auch das Pumpspeicherkraftwerk in Forbach, das erste seine Art, das vor fast 100 Jahren gebaut wurde. Dort sei eine Speicherkapazität von ca. 65MW vorhanden, erklärte der dortige Besucherreferent Werner Schoch. Zur Zeit sei ein Ausbau der Speicherkapazität geplant, sodass die

Zwischendurch gab es auch eine Stärkung: Hier eröffnet Kreisvorsitzender Peter Wick das Buffet.

Leistung auf mehr als 250MW vergrößert wird. So könnten fast 300.000 Menschen mit Strom versorgt werden. Pumpspeicherkraftwerke speichern vor allem die überschüssige Energie, um sie zu Spitzenverbrauchszeiten wieder abzugeben.

Schoch betonte, dass die Badenwerke und damit die EnBW in Forbach ihren Anfang nahmen, „und zwar mit regenerativer Energie.“ Daher kehre die EnBW nun mit dem Ausbau quasi an ihre Wurzel zurück. Es sei einer sehr guten Informationspolitik und der breiten Unterstützung aller Parteien geglückt, die Bevölkerung für den Ausbau zu gewinnen.

„Gerade beim Ausbau von erneuerbaren Energien wie Wind- und Solaranlagen werden solche Kraftwerke immer wichtiger, weil eben nicht immer

Abschluss mit der Gruppe vor den Wasserfallrohren in Forbach.

der Wind weht und die Sonne scheint“, erklärte Wick. Ein vernünftiger Strommix brauche neben der dezentralen Versorgung wie Biogasanlagen und Blockheizkraftwerken, wie die CDU sie vor einigen Tagen besucht haben, auch die großen Unternehmen, die die Kapazität haben, große Windparks zu bauen. „Dabei müssen wir als Politik diesen Prozess begleiten. In Forbach ist es gelungen, dass die Bevölkerung des Ausbau des Kraftwerks unterstützt. Das ist ein ermutigendes Signal“, so Wick weiter.