Blockheizkraftwerk im Fokus der Energiewochen

Veröffentlicht am 02.11.2011

Peter Riedinger (rechts) erklärt der Gruppe den Ablauf der Wärmeerzeugung.

Die CDU hat auf Einladung der Fraktion mit einem Besuch des Fernheizkraftwerks Baden-Baden im Rahmen der Baden-Badener Energiewochen ihre Veranstaltungsreihe fortgesetzt.

Seit 1962 existiert bereits das Heizkraftwerk. Nach einem Umbau im Jahr 1997 betreibt das Werk eine Hackschnitzelanalge mit einer Leistung von 3,2 MW. Diese erzeugt etwas mehr als die Hälfte der hergestellten Energie von 34.000 MW/h. Der Rest wird vor allem im Winter durch Erdgas dazu geschaltet und mit 3 Niederdruckheißwasserkesseln mit je 7 MW betrieben.  Das auf 110°C unter Druck erhitzte Wasser wird durch Leitungen gepumpt und kommt mit mindestens 80°C an.

Peter Riedinger, Leiter des Fernheizkraftwerks, überzeugte die Besucher mit der positiven

Im Silo wird das Holz angeliefert und gelagert.

Klimabilanz. „Allein durch den Hackschnitzelofen werden jedes Jahr 4.400 Tonnen CO2 eingespart“, so Riedinger. Gleichzeitig werden derzeit mit der Anlage 49 Kunden beliefert, wobei alle Großkunden sind. „Es wäre auch möglich, normale Haushalte anzubinden, sofern sie in der Nähe des fünf Kilometer langen Netzes sind“, erklärte Riedinger. Das Problem sei vor allem die teure Rohrverlegung.

Gleichzeitig betonte Riedinger, dass der Ausbau der Anlage recht schwierig sei. Zum einen würden bauliche Gründe eine Erweiterung sehr teuer machen. Zum anderen ist ein Hackschnitzelofen nicht flexibel genug, um hohe Verbrauchsschwankungen zu bewältigen. „Solche Anlagen sind besser für die Grundlast geeignet, also einem kontinuierlichen Verbrauch“, machte Riedinger deutlich.

Im Ofen wird es dann verbrannt.

CDU-Fraktionschef Armin Schöpflin betonte, wie wichtig für die Energiewende solche kleine Kraftanlagen sind. Schöpflin: „Die CDU steht dafür ein, solche Anlagen zu ermöglichen und die notwendige Infrastruktur bereitzustellen.“