Gemeinsame Pressemitteilung der CDU-Fraktion des Landkreises Rastatt und der CDU-Fraktion des Gemeinderates Baden-Baden:

Rastatt/Baden-Baden. – Die CDU-Fraktionen begrüßen die Einrichtung eines Wirtschafts­gymnasiums an der Robert-Schuman-Schule in Baden-Baden und einer Wirtschaftsoberschule an der Handelslehranstalt in Gernsbach ab dem Schuljahr 2012/2013. Damit geht die 22-jährige Tradition der Wirt-schaftsoberschule in Baden-Baden zu Ende. Dieser Ausgleich wurde für die Ein­richtung des 3-jährigen Wirtschaftsgymnasiums in Baden-Baden gefordert, um den Schul­standort Gernsbach zu stärken. Bildungspolitische Innovationen wie die Einrichtung der Werk-realschule sowie der Rechtsanspruch auf einen Schulplatz in einem staatlichen beruflichen Gymnasium verändern die Bildungslandschaft. Die vor zwei Jahren in Baden-Baden neu einge­führte Berufsoberschule für Sozialwesen darf weiterhin an der Robert-Schuman-Schule bleiben, da diese Schulart das Bildungsangebot der Schule abrundet.

Die CDU Fraktionen werten die ausgleichende Lösung zwischen den Bildungsstandorten Baden-Baden und Gernsbach als eine zeitgemäße Win-Win-Situation, da bei der Entschei-dung das an den Schulen vorhandene Bildungsangebot, aber auch der Einzugsbereich der Schüler berück­sichtigt wurde.

Die Stadt Baden-Baden hat nun durch das Wirtschaftsgymnasium an der Robert-Schuman-Schule die Möglichkeit, Schülern der Realschule, der Werkrealschule, aber auch Gymna-siasten nach der 9. oder nach der 10. Klasse ein berufliches Gymnasium mit wirtschaftlichen Bildungs­schwerpunkten anzubieten. An der Handelslehranstalt in Gernsbach ist seit vielen Jahren das einjährige Berufskolleg zur Erlangung der Fachhochschulreife etabliert, das sich an Schüler richtet, die bereits eine Berufsausbildung vorweisen können. Dazu passt nun die Wirtschafts­ober­schule, die sich ebenfalls an eine kaufmännische Berufsausbildung anschließt, aber im Gegensatz zum Berufskolleg zur Hochschulreife führt.

Diese zukunftsfähigen Lösungen sind weitere Mosaiksteine für die verbesserte regionale Zu­sammenarbeit. Beide Bildungsstandorte, Baden-Baden und Gernsbach, weisen nun ergänzende Bildungsangebote auf. Damit haben die politischen Gespräche der Vergangenheit den Weg für eine nachfrageorientierte Bildungspolitik in beiden Städten frei gemacht.

Die beiden Fraktionsvorsitzenden Armin Schöpflin, Baden-Baden, und Toni Huber, Weisenbach, sehen diesen Erfolg auch als Ausfluss der seit einiger Zeit sehr intensiven und partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den beiden CDU-Fraktionen. Im Sinne unserer Menschen in Mittel­baden, so Armin Schöpflin, werden wir auch bei weiteren Themen den Kommunalen Schulter­schluss suchen. Bürgermeister Toni Huber zeigte sich erfreut, dass sich die Arbeit und die Be­mühungen für eine Stärkung der Handelslehranstalt in Gernsbach nun ausgezahlt haben. Der gefundene Weg sei eine faire und gute Lösung, mit der aus politischer Sicht beide Seiten gut leben können.