CDU zu Gast bei der Grünschnittanlage

Die Gruppe mit Bernhard Schäfer (3. v.l.)

In Europa einzigartig und ein absolutes Vorzeigeprojekt: Das trifft auf die Baden-Badener Grünschnittanlage, die im Zuge der Baden-Badener Energiewochen der CDU besucht wurde, zu.

Dabei fand die Besichtigung dieser einzigartigen Anlage eine große Resonanz. Die fünf Stadtbezirksverbände Baden-Baden, Ebersteinburg, Haueneberstein, Rebland und Sandweier sowie die Kommunalpolitische Vereinigung (KPV) luden zu einem Rundgang durch die Grünschnittanlage in Baden-Oos und der Biogasanlage auf dem Gemeinschaftsklärwerk in Sinzheim an. Dabei gab der Leiter des Eigenbetriebs Umwelt Bernhard Schäfer der Stadt Baden-Baden die Gelegenheit, alternative Energiegewinnung hautnah mitzuerleben. Quasi Energie zum Anfassen konnten die Besucher erleben, ist das Konzept der Grünschnittanlage doch einzigartig. Es ist dies die erste Anlage, die Grünschnitt zu Pellets verarbeiten kann und dabei ist die Energievielfalt fast so gut, wie bei gewöhnlichen Holz-Pellets.

Bernhard Schäfer (rechts) erklärt das Verfahren schematisch anhand von Proben.

Bernhard Schäfer war die Begeisterung in seiner Führung anzusehen, wie in einem auf den ersten Blick recht simplen Prozess Energie gewonnen werden kann. Natürlich ist der Prozess dann doch etwas aufwändiger, wurde er auch mit Hilfe eines Professors entwickelt und nicht zuletzt durch den Nachdruck der CDU-Gemeinderatsfraktion auf die Beine gestellt worden. Derzeit wird mit Eifer die Weiterentwicklung vorangetrieben. Beispielsweise wird damit experimentiert, aus erddurchsetzten Abfällen Grünschnitt zur Weiterverarbeitung zu gewinnen. Der zweite Teil der Führung fand in der Biogas- bzw. Gemeinschaftskläranlage in Sinzheim statt.

So sehen die Pellets dann aus.

Dabei erwähnte Schäfer, dass durch die Biogasanlage die Kläranlage nun in der Lage sei, ihren eigenen Strombedarf zu decken und Überschüsse zu verkaufen. Den Teilnehmern wurde auch gezeigt, wie der Abfallkreislauf des städtischen Biomülls abläuft. Neu ist die Regelung, dass Lebensmittelreste, die ebenfalls angeliefert werden, vor der Weiterverarbeitung pasteurisiert werden müssen, was zusätzliche Kosten verursacht.